Trotz einiger Schwierigkeiten im Vorfeld fand am 11.02.2012 die Kostümsitzung der Gesellschaft 1938 Krefeld-Oppum e.V. im Saal Gietz statt. Nicht umsonst lautet das Sessionsmotto „Wir schwimmen hin, wir schwimmen her, wir schwimmen bis zum geht-nicht-mehr“.
Der Versuch, die Kostümsitzung wieder in Oppum zu veranstalten, ist an der Saalfrage gescheitert. Es stellte sich also die Frage, ob es noch einmal möglich ist, eine tolle Sitzung in Fischeln zu veranstalten. Die Erwartungen sind bei Weitem übertroffen worden.
Bereits beim Einzug aller Mitglieder in Vereinskleidung war klar, hier steht ein Verein, der in der Lage ist, Großartiges zu leisten. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Sascha Rülicke eröffnete das Duo Labbes on Drickes die Veranstaltung. Schon nach kurzer Zeit war das Eis gebrochen und die Zuschauer ganz im Karnevalsfieber. Natürlich darf auf so einer Veranstaltung das Krefelder Prinzenpaar nicht fehlen.
Tobias I und Nina I. kamen mit ihrem Gefolge, allerdings mit der „Mini-Prinzengarde“, bestehend aus zwei Gardisten. Und obwohl das Krefelder Herrscherpaar bestimmt nicht leise unterwegs ist, wurden sie vom nächsten Programmpunkt deutlich übertönt. Die Fanfarentrompeter „Schöpp op“ brachten den Saal zum kochen. Nicht zum ersten Mal hat die Mönchengladbacher Truppe eine Sitzung der 38er mitgerissen.
Musikalisch blieb es bei der nächsten großen Gruppe. Die Oppumer Prinzengarde konnte die gute Stimmung auch ohne aktives Prinzenpaar noch steigern. Die Garden haben ihren Tanz ganz ausgezeichnet aufgeführt und mit den Marketenderinnen hat die Ex-Prinzessin Ulrike die Bühnen des Karnevals nicht verlassen. Wie schon in ihrer Zeit als Prinzessin hat sie das Programm stimmlich bereichert.
Die letzten Wortbeiträge des Abends kamen vom Duo Blöd & Blöd und insbesondere vom Bauchredner Jens Meyers, der mit seinem Freund Heinz noch mal den Saal in Stimmung brachte für das große musikalische Finale.
Das Finale wurde eröffnet von den Aap Dancers. Die Damen der Gesellschaft haben noch jedes Jahr den Saal zu Kochen gebracht. Eine Mischung aus Tanz und Comedy hat alle Zuschauer von den Stühlen geholt. Nach einer kleinen Umbaupause hat die hauseigene 38er Haus Band mit alten und neuen Karnevalsliedern den Saal zum Toben gebracht. Aus einer Truppe, die mit drei Mitgliedern aus einer Bierlaune entstanden ist, ist mittlerweile eine fünfköpfige Band geworden, die sich hinter anderen Stimmungsmachern nicht verstecken muss.
Das letzte optische Highlight des Abends setzte die Showtanzgruppe Revolution. Nicht zum ersten Mal haben die Mädels um Tänzer Guido den ganzen Saal zum mitmachen gebracht. Den Abschluss bildeten, wie schon in den letzten Jahren, die Oedingsche Jonges. Es mag sein, dass es für Auftritte dieser Band eine Zeitvorgabe gibt. Nicht aber bei den 38ern. Ohne Zugabe geht diese Band nie von der 38er-Bühne.
Zum Abschluss verabschiedete sich Präsident Sascha Rülicke vom Publikum und eröffnete den Party-Teil der Veranstaltung. Es war eine der besten Sitzungen der letzten Jahre. Man hatte das Gefühl, ein „best of“ des Karnevals trifft auf das beste Publikum.